Film

Showreel – 2016


Die Suche / The Quest - 2012
Die Suche / The Quest - 2012
In „Die Suche“ geht es um die Sehnsucht nach einer transzendentalen Sinnhaftigkeit. Dass eine Maus ein Totemtier sein könnte, scheint banal. Es müsste doch mindestens ein Adler oder ein Gepard sein,in dem sich die Seelenverwandtschaft offenbart. Tiere werden einerseits als profan und nebensächlich wahrgenommen, andererseits wird oft mit Begeisterung von dem Erlebnis berichtet, ein Tier beobachtet zu haben. Eine Prophezeiung wird als solche verstanden, aber es gibt niemanden mehr, der sie einem erklären könnte.Der Zweifel ob Seelenverwandtschaft nur ein poetisches Hirngespinst sein könnte, zersetzt die Glaubenskraft. Dennoch ist die Sehnsucht -sogar das Bedürfnis- zu Glauben vorhanden. Der entheiligte Alltag, den die Aufklärung hinterlassen hat, produziert das Gefühl von Verlorenheit, in dem das Individuum und die Reste von mythischen Ideen zusammenhangslos umhergeistern. - - - „The Quest“ is about longing for a transcendental meaning. It seems trivial for a mouse to be a totem animal. It ought to be at least an eagle or a cheetah, in which spiritual kinship is disclosed. On the one hand animals are perceived as profane and secondary, on the other hand the experience of having observed an animal is often reported. A prophecy is understood as such, but no one can explain it anymore. The doubt whether spiritual kinship could be just a poetical fantasy, undermines the power of faith. Nevertheless, the yearning, even the „need to believe“ still exists. The desecrated everyday, which the Enlightenment has left behind, produces the feeling of being lost, in which the individual and the remains of mythical ideas flit around ambiguously.